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Auf einen Kaffee mit deiner wilden Frau

„Wie geht es ihr? Geht es ihr gut?“

Du wirst jetzt wahrscheinlich mit den Augen rollen, mir den Vogel zeigen oder ein lautes „Häääää?!?“ von dir geben. „Was soll das heißen, ich soll meine wilde Frau fragen, wie es ihr geht? Welche wilde Frau? Ich spreche doch nicht mit mir selbst… so bescheuert bin ich nicht.“

Sehr erfreut…

Manche nennen es „bescheuert“, ich nenne es Selbstfürsorge. Wenn du meinst, du bist in den letzten Jahren auch gut ohne deine wilde Frau ausgekommen, dann ist es so. Trotzdem solltest du wissen, dass sie schon immer ein Teil von dir war und auch immer sein wird. In bestimmten Situationen zeigt sie sich besonders gern. Momente, in denen du kreativ bist. In denen du dein Inneres nach Außen bringst. Momente, die deiner Seele Ausdruck verleihen. Momente, in denen du ganz DU bist.

Die wilde Frau interessiert es nicht, was andere von ihr denken könnten. Sie schert sich nicht darum, ob sie anderen gefällt oder nicht. Sie weiß, dass sie so geliebt wird, wie sie ist. Und dafür braucht sie sich nirgends anpassen.

 

Was würden die Nachbarn sagen!

Wir machen uns oft viel zu viele Gedanken darum, was andere über uns denken oder von uns halten könnten. Wenn ich an die wilde Frau denke, denke ich oft auch an Pippi Langstrumpf. Sie ist mutig, stark und kümmert sich nicht darum, was andere von ihr halten. Und dafür wird sie zur Heldin. Sie wird bewundert für ihre offene und ehrliche Art. So wie sie nun mal ist.

 

Aber wieso machen wir das dann nicht einfach so und sind einfach mal ganz wir selbst?

Zum einen ist da eine tiefe Angst in uns. Die Angst abgelehnt zu werden. Diese Angst ist nicht ganz unbegründet. Sehr viele Menschen haben so eine Art Schablone im Kopf. Eine Schablone, die sich mit den Jahren geformt hat durch die Gesellschaft und die Ansprüche der heutigen Zeit, durch die Medien und durch das Bildungssystem und die Erziehung. Sobald wir dann nicht mehr in diese Schablone passen, stimmt etwas nicht mit uns. Wir fallen aus dem System heraus.

Zum anderen ist da eine große Unsicherheit. Eine Unsicherheit darüber wer ich selbst eigentlich bin. Wann warst du das letzte Mal ganz du selbst? Viele von uns können diese Frage gar nicht beantworten. Wahrscheinlich liegt die Antwort in der frühen Kindheit und im Spiel. Damals als wir noch Entdecker waren, frei von jeglichen Glaubenssätzen und Vorgaben. Wir haben meistens unbewusst die Werte und Glaubenssätze unserer Eltern übernommen: „Das gehört sich so“, „Du darfst nicht laut sein“, „Bloß nicht auffallen“, „Als Mädchen darfst du dich nicht dreckig machen“, uvm.
Ganz viele Urinstinkte wurden uns so nach und nach abtrainiert und wir haben uns so verhalten, wie es erwünscht war.

 

Wie finden wir wieder zurück zu uns selbst?

Ein sehr gutes Mittel um deine wilde Frau wieder zu spüren ist etwas Eigenes zu erschaffen. Sei kreativ und leg‘ einfach los. Egal ob mit Farbe und Pinsel, mit Tanz und Musik oder Kochen und die Wohnung umdekorieren. Nimm‘ dir die Zeit für dich und verbinde dich wieder mit deiner Wildnatur.

Und was sagst du dazu?

Frage dich außerdem, in welchen Situationen du einknickst und vielleicht nachgibst und etwas tust, was sich eigentlich gar nicht gut anfühlt. Wann lässt du dich in Rollen zwängen, damit du in die Schablone von anderen passt? Was würde deine wilde Frau dazu sagen? Geh‘ mit ihr ins Gespräch. Frag‘ sie, wie sie reagieren würde.

Probier‘ dich aus und grüß’ deine wilde Frau von mir, wenn du sie wieder triffst.

 

„Am schönsten sind wir, wenn wir niemanden gefallen wollen“

unbekannt

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