Was dich am meisten bremst – Deine Vergangenheit

Vielleicht wunderst du dich, dass hier das Wort „Vergangenheit“ und nicht „Gewohnheit“ oder „Routine“ steht. Diese Begriffe spielen schon in das Thema des Nicht-Vorankommens mit rein. Ich möchte dir hier jedoch einen anderen Blickwinkel auf dieses Thema bieten.

Kennst du auch diese Momente, in denen du einfach nicht aufhören kannst zu snacken?

Du hast gerade ein leckeres Mittagessen hinter dir, aber brauchst noch irgendwas? Also ziehst du los, öffnest den Kühlschrank oder die ein oder andere Schublade und schaust, was noch so Gutes auf dich wartet. Das fängt vielleicht bei Obst und Nüssen an, hört aber leider gar nicht mehr auf. Und so snackst du dich durch den Tag.
Andere Beispiele: Fingernägelkauen, plötzlicher Anflug eines schlechten Gewissens, Stimmungsschwankungen.

Die Frage ist nicht was?, sondern wie kommt so etwas zustande?

Viele unserer Emotionen, Verhaltensweisen und Gedanken sind unbewusst. Hierbei handelt es sich um Automatismen, die sich mit der Zeit eingespielt haben. Diese können sich bereits in der frühesten Kindheit eingespielt haben. Vielleicht hat dein Bruder dir immer Süßigkeiten geklaut und daher isst du jetzt gerne all‘ die Leckereien, die dir über den Weg laufen. Oder du warst viel alleine als Kind und bist nun froh endlich Freunde gefunden zu haben. Ob sie dir nun guttun oder dich ausnutzen ist dir erstmal egal.

Der Neurowissenschaftler Dr. Joe Dispenza spricht von Routinen, die sich aus unserem vergangenen Ich heraus entwickelt haben:

„Wenn wir Tag für Tag dieselben Gedanken denken, dieselben Handlungen ausführen und dieselben Emotionen fühlen, kann sich nichts Neues in unserem Leben tun.“

Du hast es in der Hand!

Das heißt zum einen, dass du dir das selbst eingebrockt hast, zum anderen aber auch, dass du dich selbst beeinflussen und somit selbst entscheiden kannst, wer du sein willst. Du bist am Steuer: Willst du stehen bleiben oder weitergehen?

Wer will ich heute sein? Wie will ich mich fühlen?

Schritt eins auf dem Weg zu deinem Lieblings-Ich lautet: Beobachten. Du musst dich selbst besser kennenlernen. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen, die Momente wahrzunehmen, in denen du mit deinem Verhalten noch nicht zufrieden bist. Sobald du dir selbst bewusst wirst, kannst du an dir arbeiten und Schritt für Schritt dein Lieblings-Ich erfinden. Das Vergangene loszulassen ist ein Teil davon. Du bist verantwortlich für dein Lieblings-Ich. Du bist der Künstler.

Vergangenheit? Das ist doch von gestern! Lass‘ los.

Wobei hast du dich schon mal erwischt und dich gefragt: „Warum mache ich das immer wieder? Was soll das?“
Ich freue mich über deinen Kommentar zu deiner Selbstbeobachtung.

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