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Heimat.

Der Duden sagt, Heimat ist ein: „Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend)“

“Where are you from?”

Ich hab‘ mich immer schwer getan, wenn ich gefragt wurde, wo ich her bin. Besonders, wenn ich mit Menschen aus anderen Ländern zu tun hatte, war es für mich immer schwierig auf die Frage „Where are you from?“ zu antworten. Dort, wo ich her bin, wohne ich schon lange nicht mehr. Wenn ich antworte: „I’m from a little village near Hanover in the northern part of Germany“ ging automatisch jeder davon aus, dass ich dort immer noch wohne. Die Gespräche verliefen dann so, dass ich meine bisherige Reise erzählt habe. Wie ich von A nach B gelangt und was mich letztendlich nun hierher verschlagen hatte.

Wo fühle ich mich zu Hause?

Heimat heißt eben für die meisten in erster Linie dein ursprüngliches Zuhause.
Besonders nach meiner letzten Etappe auf meiner Reise, hatte ich große Angst, dass ich meine anderen „Heimaten“ verlieren würde. Ich weiß nicht genau, wieso es dieses mal so war. Vielleicht weil ich nun für unbestimmte Zeit in einem anderen Land wohnen werde. Jedenfalls war es mir total wichtig herauszufinden, wie es denn ist, wenn ich nochmal zurückgehen und sowohl in meine „richtige“ Heimat Groß Ilsede und auch in meine letzte große Heimat nach Hamburg gehen würde. Zum ersten Mal nicht als Hamburgerin, sondern nur als Besucherin, als Gast.

Back to the roots

Als die Sommerferien in Tirol begonnen haben, war ich noch ein paar Tage auf unserer Alm im Kaunertal. Dies ist nun das zweite Jahr, in dem wir die Gallruthalm gepachtet und unser Projekt daraus gemacht haben. Da es Corona-bedingt nicht so einfach war für längere Zeit in Deutschland zu sein und ich Weihnachten nicht bei meiner Familie war, hatten Marco und ich ausgemacht, dass ich die Sommerferien hier nutzen durften, um ein paar Wochen in meine „Heimat“ zu fahren.

Meine Erkenntnis

Und so war es dann auch. Ich war viel in meinem Heimatort und haben gespürt, dass ich mir grundlos Sorgen gemacht habe. Die Verbindung ist immer noch da. Plötzlich sind da Freunde aufgetaucht, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Freunde aus Kindertagen, die ich mindestens 10 Jahre nicht gesehen hatte.

Und auch in Hamburg war es so. Die wichtigen Menschen waren sofort da und haben mir ihre Zeit geschenkt. Es hat mich überwältigt und ich bin unglaublich dankbar für diese starke Verbindung. Ich glaube, wenn ich dort geblieben wäre, hätte ich nie dieses starke Gefühl der Verbundenheit in mir gespürt. Das alles hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich meine Heimat immer und überall bei mir trage. In meinem Herzen. 

Vertraue darauf, dass das, was du brauchst bei dir bleibt. Immer.

Categories: Bewusst Leben